2021 – darauf müssen Sie achten


Mehrwertsteuer

Mindestlohn

Solidaritätszuschlag

Brexit

Co2-Steuer

Investitionsabzugsbetrag 

Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse


Mehrwertsteuer

Ab dem 01.01.2021 gelten wieder die alten Umsatzsteuersätze – zurück zu 19 % und 7 %!

  • Die Grundlage für den richtigen USt-Satz ist der Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistungserstellung. Gleich, wann Sie die Rechnung stellen. Das gilt letztendlich auch für Anzahlungen. Mit der Schlussrechnung muss der dann gültige Mehrwertsteuersatz angewendet und bei der Anzahlung abweichende Steuersätze korrigiert werden.
  • Gastronomie:
    • Vom 01.01.2021 bis zum 30.06.2021:
      • Für die Abgabe von Speisen vor Ort: ermäßigter Steuersatz 7 %.
      • Für die Abgabe von Speisen außer Haus: ermäßigter Steuersatz 7 %.
      • Für die Abgabe von Getränken, egal ob im Haus oder außer Haus, Steuersatz 19%. Es gibt aber auch hier Ausnahmen: Bspw. nur 7% auf Latte Macchiato vgl. Anlage 2 UStG.
    • Ab dem 01.07.2021:
      • Für die Abgabe von Speisen vor Ort: Steuersatz 19 %.
      • Für die Abgabe von Speisen außer Haus: ermäßigter Steuersatz 7 %.
      • Für die Abgabe von Getränken, gleich ob im Haus oder außer Haus, Steuersatz 19 %. Im Einzelfall außer Haus 7 % wie z. B. Latte Macchiato vgl. Anlage 2 UStG.
  • Gutscheine:
    • Mehrzweckgutscheine
      • Hier wird die Mehrwertsteuer erst beim Einlösen mit dem dann gültigen Steuersatz fällig.
    • Einzweckgutscheine
      • Wurde der Gutschein im Zeitraum vom 01.07. – 31.12.2020 ausgestellt, unterlag dieser den zu dem Zeitpunkt gültigen Steuersatz von 16 % bzw. 5 %. Unabhängig, wann dieser dann eingelöst wird.

Mindestlohn steigt

Der grundlegende Mindestlohn steigt um 15 Cent auf 9,50 Euro / Stunde.
Wenn Sie Minijobber mit Mindestlohn beschäftigen, müssen Sie bei der Stundenplanung aufpassen. Die monatliche Arbeitszeit reduziert sich im Schnitt um eine Stunde im Monat. Sollte ein Minijobber regelmäßig mehr arbeiten, wird er sozialversicherungspflichtig beschäftigt!

In einigen Branchen gelten allerdings höhere Mindestlöhne. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.


Solidaritätszuschlag

Für rund 90 % der Bundesbürger fällt der “ Soli“ weg. Ob und wie hoch Ihre Ersparnis ist, können Sie auf der Plattform des Bundesministerium der Finanzen berechnen lassen: Soli-Rechner.


Brexit

  • Zoll: Im Warenverkehr mit UK sind Zollbestimmungen und Zollformalitäten zu beachten
  • Eine europäische EORI-Nummer ist für Im- und Exporte verpflichtend
  • Konformitätsbewertungen und Zertifizierungen, die von Prüfstellen aus dem Vereinigten Königreich ausgestellt werden, sind innerhalb der EU nicht mehr gültig
  • Britische Betriebsgenehmigungen und Bescheinigungen für Verkehrsunternehmen verlieren in der EU ihre Gültigkeit
  • Arbeit – Dienstleistungen: Beim Handel mit Dienstleistungen fallen die Niederlassungsfreiheit und der freie Dienstleistungsverkehr weg
  • VUB: Für UK gelten Export- und Importverbote für chemische Produkte, Abfall- und Dual-Use-Güter
  • Datenschutz: Nach Prof. Dr. Dieter Kugelmann, Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz gilt eine Übergangsfrist von 4 Monaten. Allerdings sollte man sich spätestens jetzt damit befassen. Siehe Rechtslage nach dem 31.12.2020 
  • In UK gegründete und nicht umgewandelte Kapitalgesellschaften mit Sitz in Deutschland unterliegen unbeschränkter persönlicher Haftung
  • Die grenzüberschreitende Anerkennung und Vollstreckung von Urteilen findet keine Anwendung mehr

Weiter detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite des Zoll: Brexit


Steuererhöhungen durch Klimapaket

Es gibt mal wieder eine neue Steuer. Ab dem 01.01.2021 werden Kohlendioxidemissionen mit der sogenannten CO2-Steuer belegt und liegt bei 25 Euro / emittierter Tonne CO2. Damit werden sich die Spritpreise und Heizölpreise erhöhen.

KFZ-Steuer erhöht sich für Autos mit hohem Spritverbrauch. Die Reform der Kfz-Steuer gilt allerdings nur für Neuwagen, die ab dem 1. Januar 2021 zugelassen werden.
Besitzer von E-Autos sind weitere 5 Jahre von der KFZ-Steuer befreit.


Investitionsabzugsbetrag – IAB (§ 7g EStG)

Wenn Unternehmen Investitionen planen, bspw. die Anschaffung einer Maschine oder etwa eines Firmenwagens, können sie schon vor dem Kauf oder der Herstellung die Ausgabe bereits gewinnmindernd abziehen. Mit diesem Jahressteuergesetz will die Bundesregierung den IAB jetzt rückwirkend für das Wirtschaftsjahr 2020 vereinfachen.

Künftig gilt für alle Unternehmer und Unternehmen eine einheitliche Gewinngrenze von 200.000 Euro. Wer darunter liegt, darf den IAB geltend machen. In Zukunft können Unternehmer bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten als IAB abziehen, bislang waren es nur 40 Prozent.

Ihre Steuerberatung klärt Ihre individuellen Möglichkeiten.


Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse

Wenn eine dieser Voraussetzungen fehlt, muss nach heutigem Stand der Bundesregierung versteuert werden:

  • Die steuerfreien Arbeitgeberleistungen dürfen nicht mehr auf das Gehalt angerechnet werden.
  • Das Gehalt darf nicht zugunsten des steuerfreien Zuschusses herabgesetzt werden.
  • Der Zuschuss darf nicht anstelle einer bereits vereinbarten, künftigen Gehaltserhöhung gewährt werden.
  • Bei Wegfall der Leistung darf der Arbeitslohn nicht entsprechend erhöht werden.

Bitte beachten Sie, dass alle zur Verfügung gestellten Informationen und Link mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert wurden. Diese sind weder dafür vorgesehen noch dazu geeignet, eine individuelle Beratung durch fachkundige Personen unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des jeweiligen Einzelfalls zu ersetzen. Wir verweisen auf die Nutzungshinweise in unserem Impressum.

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